Liebe, sexuelle Formen und die Gläubigen- was ist richtig?

Ich war die Tage wieder einmal in eine Facebook Diskussion involviert, in der es speziell um die evangelische Kirche in Deutschland, oder Teile der evangelischen Kirche in Deutschland und deren Zustimmung und Durchführung der Trauung von homosexuellen Paaren ging. 

Teile der evangelischen Kirche in Deutschland trauen Paare, die von staatlicher Seite eine Beurkundung über eine vollzogen Heirat haben. Sprich, wer auf dem Standesamt war, darf auch von der Kirche getraut werden.
Es folgte eine stark besuchte Diskussion unter dem Facebook Beitrag, in der alle ihre Meinung dazu zum Besten gaben, ich unter anderem auch. Artikel wurden geteilt, wonach in der Bibel nichts stünde, was gegen eine homosexuelle Beziehung spräche, bis dahin, dass Pastoren verflucht werden, die so eine Bindung auch noch kirchlich absegnen würden. Beide Standpunkte sind falsch. Soweit so gut. 

Wer meinen Artikel Homosexualität und Christentum kennt weiß, dass in der Bibel sehr wohl etwas dagegen steht. Gott toleriert so eine Verbindung nicht! Punkt. 

Entgegen der vorherrschenden weltlichen Meinung, die mittlerweile jedoch wohl auch schon die Menschen infiltriert, die sich Christen nennen, ist Sex und Liebe trennbar! Leider wird uns seit Jahrzehnten ein anderes Bild propagiert und das ganz hinterrücks in jedem Film oder in jeder Serie, in der sich ein Liebespaar begegnet: kaum verliebt, schon wird im nächsten Akt die Liebesszene gezeigt. Sex und Liebe werden so seit Jahren untrennbar miteinander verbunden. Die Macht der Medien.
Auch Homosexualität hat schon Einzug in so gut wie jeden Film oder Serie erhalten und soll so dem gemeinen Volk als normal präsentiert werden. Und ja, es stimmt. Je öfter man etwas sieht, desto normaler wird es für einen auch. Dieser Macht ist sich jeder bewusst, der Botschaften in Medien platziert. 

Die Formen der Liebe

Wenn man sich jedoch mit der Liebe mal näher beschäftigt hat und die verschiedenen Formen der Liebe kennt, dann kommt man relativ schnell darauf, dass Sex und Liebe sehr wohl trennbar sind und nur weil man eine Frau oder einen Mann liebt, muss man deswegen nicht gleich mit demjenigen eine körperliche Verbindung eingehen! In der Bibel ist oft von der sogenannten Bruderliebe die Rede, die über die normale Freundschaft hinausgeht. Dies hat nichts mit erotischer Liebe zu tun! 

Im Gegensatz zu unserer deutschen Sprache kennt die griechische Sprache, in der das neue Testament geschrieben wurde drei Arten der ‚Liebe‘:


1. Eros (geschlechtliche Liebe)
Eros bedeutet leidenschaftliche Sehnsucht, sexuelles Begehren und Erotik.
Diese Form der Liebe kommt im neuen Testament nicht vor.


2. Phileo / philia (‚menschliche‘ Liebe)
Phileo (philea) bedeutet liebhaben, jemandem wohlgesinnt sein und geht bis zu dem Küssen und Liebkosen als Zeichen herzlicher Verbundenheit (Lukas 7,38, 15,20 usw.).
Es wird für die Liebe Gottes des Vaters zu Jesus verwendet (Joh. 5,20), aber auch für die Liebe zwischen Eltern und Kindern (Matth. 10,37).


3. Agapae / agapao (‚göttliche‘ Liebe)
Mit Agapae (agapao) wird die echte, tiefe, sich selbst aufopfernde Liebe bezeichnet.
Diese geht von der Liebe Gottes zu uns Menschen (Joh. 3,16), weshalb auch Jesus für uns starb, bis dahin, daß wir nicht nur den nächsten Lieben sollen (Matth. 22,39) sondern sogar unsere Feinde (Matth. 5,44).

http://www.gottesbotschaft.de/?pg=2126

Wenn man diese Unterscheidungen kennt, wird einem vieles klar: Man kann jemand lieben, ohne mit demjenigen gleich ins Bett zu steigen…!

Im Gegenzug kann man natürlich mit jemand einfach nur seine Lust befriedigen, ohne denjenigen zu lieben. Aber für Gott ist dies keine Option, denn er knüpft die körperliche Vereinigung an so vieles mehr: Er stellt die körperliche Verbindung zwischen Mann und Frau auch mit der Verbindung auf geistiger Ebene gleich. Ich sage bewusst nur Mann und Frau, da diese Verbindung einzigartig ist. Zwei Frauen, sowie zwei Männer können sich nicht auf diese Art und Weise körperlich verbinden. Daher können sie vor Gott auch keine Verbindung eingehen. 

Vielleicht war das der Hauptgrund, warum früher (wie es heute ist, weiß ich nicht) einige freie, konservative Gemeinden verfügt haben, dass Freundschaften zwischen Mann und Frau nicht möglich sind. Dies wurde speziell an junge Erwachsene und Jugendliche herangetragen. Sie hatten natürlich im Hinterkopf, dass der Mensch per se einen Sexualtrieb hat, oder auch Fortpflanzungstrieb genannt, und dieser in schwachen Momenten zum Verhängnis werden kann. Enthaltsamkeit ist hier das Schlüsselwort, welches heute leider auch keinen Bestand mehr hat und als rückschrittlich betitelt wird.

Seine Sexualität ausleben wird mit der Befreiung des Menschen durch (religiöse) Zwänge gleichgesetzt. Leider ist das Gegenteil der Fall. Es entstehen dadurch Bindungen, die nur allein Gott wieder brechen kann.

Wenn also eine Kirche die Verbindung zwischen zwei Männern oder zwei Frauen absegnet, handelt dieser Pastor oder Pfarrer entgegen Gottes Definition von Ehe. Darauf folgend muss man sich die nächste Frage stellen, ob die evangelische Kirche in Deutschland in einigen Teilen überhaupt noch den Geist Gottes in sich trägt… 

Somit ist der meist gehörte und meistgelesene Satz zu dem Thema: „Wenn sie sich doch aber lieben, dann sollen sie doch…!“ hinfällig.
Auch Mann und Frau können sich lieben, ohne miteinander in die Kiste zu hüpfen. Die Geschwisterliebe, wie sie in der Bibel beschrieben wird, ist so eine Definition von Liebe. Die Gläubigen untereinander sind alles Geschwister und Gott ist unser Vater. Er liebt uns und wir lieben uns untereinander- sollten wir jedenfalls. 

Ich definiere Liebe nicht mit allumfassender Akzeptanz, nur mal so beiläufig gesagt.

Wer Liebe nur so definiert, dass man den anderen einfach machen lässt und ihm nicht in Quere kommen möchte, natürlich aus Eigennutz, damit man auch nichts gegen einen selbst sagt, liebt sein Gegenüber nicht wirklich.

Liebe bedeutet auch:

  • Hilfe bei Fehlern,
  • Aufmerksam machen auf Schwächen,
  • miteinander Lösungen finden,
  • miteinander weinen,
  • miteinander lachen.
  • Das Leben mit allen seinen Seiten miteinander genießen können.
  • Füreinander einstehen, füreinander da sein.
  • Sich selbst auch mal zurücknehmen, zurückstecken können, sich selbst nicht so wichtig nehmen, nicht immer auf sein Recht pochen.
  • Darauf achten, dass alle eine lebendige Beziehung zu ihrem Vater leben können. Ermutigen. Trösten. 
  • Miteinander in der Bibel lesen und beten.
  • Und ja, auch auf Sünden aufmerksam machen! 

Wer Sünde bei seinen Geschwister nicht anspricht und es akzeptiert, der macht sich ebenso mit schuldig. Mitgehangen, mitgefangen. 

Das bedeutet nicht, dass derjenige, der die Sünde erkannt hat, selbst nicht sündigt. So hochnäsig darf man nicht werden. Wir sind alle Sünder!
Jeder Mensch auf dieser Erde benötigt fortlaufend Vergebung, da der Mensch per se schwach ist und eher seinen Begierden nachgibt, als auf Gott zu hören.
Nicht umsonst gibt es so viel Kriege um Macht und Besitz. Der Mensch ist neidisch, der Mensch ist gierig, Menschen wollen andere Menschen beherrschen, weil sie wie Gott sein wollen. 

Was mich jedoch am Meisten stört an der ganzen Diskussion um Ehe für Alle, dass es so polarisiert. Warum? Es ist nicht relevant für das ewige Leben!

Und doch nehmen dies anscheinend viele Christen zum Anlass um über ihre Beziehung zu Gott nachzudenken und sich darauf folgend oft von Gott abwenden wollen. Hört auf liebe Geschwister! Lasst nicht zu, dass dadurch die Kirchen und Gemeinden gespalten werden! Das ist nicht in Gottes Sinne, sondern ganz im Sinne des Teufels. Wer die Gläubigen schwächt, der ist darauf aus die Gemeinde Gottes zu zerstören. Betet für diejenigen, die durch den Teufel verwirrt sind. Predigt in den Kirchen und Gemeinden Gottes Wort und nicht nur irgendwelche Abhandlungen und Auslegungen, sondern das Wort in seiner Gesamtheit. Lehrt das Wort Gottes und zwar nicht nur mit dem Verstand, sondern mit dem glaubenden Herz. 

Und vor allem… Ich glaube, dass durch das Internet viel zu viel Augenmerk auf diese Diskussion gelegt wird.

Die Meinung der Kirchen auf dieses Thema sollte klar sein, aber es ist absolut kein Hauptfokus im Bezug auf die Errettung des Menschen. Durch die fortwährende Diskussion im Netz, bei der sich auch sogenannte Ungläubige beteiligen, polarisiert es viel zu sehr und der Teufel bekommt so Zugang zu den Mitgliedern in den Kirchen und Gemeinden. Ich bin jetzt (noch) nicht soweit und sage: das Internet ist Teufelswerk, aber Satan benutzt es doch sehr stark um die Gläubigen zu verwirren. Wir leben in der Endzeit, in einer Zeit, in der der Teufel alles versucht die Menschen von Gott wegzubringen. Sein letzter Akt sozusagen, bevor sein Ende naht. Er weiß, dass Gott stärker ist und ihn zerstören kann. Aber er kennt auch den freien Willen des Menschen und kennt die Abgründe des Menschen und mit diesen Komponenten arbeitet er und bearbeitet den Menschen solange, bis dieser sagt, dass Gottes Gesetze und Gebote hinderlich für die freie Entfaltung des Menschen sind. 

Alles war Gott in seinem Wort der Bibel schreibt und beschreibt schützt den Menschen und wenn man es einhält, führt es weiter zu ihm. Ziel ist es für den Gläubigen, eine vollkommene Harmonisierung mit Gott zu erreichen. 

Gott beschreibt in der Bibel bestimmte Situationen oder Lebensumstände der Menschen und gibt Lösungen dazu. Er weiß, dass jeder Mensch einzigartig ist, weil er ihn so erschaffen hat und nicht jeder Mensch gleich ist. Wir sind alles Individuen und ebenso individuell geht Gott auf die verschiedenen Menschentypen in der Bibel ein. Bis auf ein paar strikte Anordnungen/ Gebote und Gesetze, lässt das Wort Gottes vereinzelt viel Spielraum. Derzeit geht es jedoch nicht um den vorhandenen Spielraum, es geht um essenzielle Gebote und Verbote, die bewusst vom Widersacher angegriffen werden. Natürlich greift dieser nicht direkt Gott an, denn da hätte er keine Chance, sondern er greift die Krone seiner Schöpfung an: Den Menschen. 

Bete für deine Geschwister! Das Gebet ist unser direkter Draht zu Gott. 

Lies in der Bibel! Lass dich von Gottes Wort leiten. Er hat nichts Schlechtes mit seinen Geschöpfen vor! Im Gegenteil. Er liebt uns so allumfassend und wünscht sich nichts sehnlicher, als mit jedem Menschen eine innige Beziehung pflegen zu dürfen. Wir sind seine Kinder! 

Ein Gedanke zu „Liebe, sexuelle Formen und die Gläubigen- was ist richtig?

  1. Gott schuf den Menschen als Mann und Frau und das Geld als Gold und Silber.

    „Was ist denn das Blaue da drüben?“ – „Das ist ein Geldautomat, da kommen unsere bunten und vielfältigen Zahlungsmittel heraus! Als da wären: Kies, Asche, Piepen, Pinke Pinke, Moneten, Tacken, Kröten, Zaster, Schotter, Moos, Kohle, Mäuse, Kesch …“ – „Das ist alles Geld?“ – „Nein, Geld ist nur Gold und Silber, alles andere ist Kredit.“

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