Sind Menschen mit geschlechtsangleichenden Operationen danach wirklich glücklicher?

Nein. Kurz und knackig. Nein. Denn der Mensch bleibt derselbe. 

Vor einiger Zeit, es müsste zu Beginn der #meetoo Debatte gewesen sein, führte ich auf Twitter eine recht heftige Diskussion zu dem Thema Transgender und Geschlechtsumwandlung. Ich hatte kurz davor eine Statistik* gelesen, wonach Menschen die eine Geschlechtsangleichung durchgeführt haben, erhöht selbstmordgefährdet seien. 

Puh… Ich sag euch… Ich wurde für diese Aussage angefeindet, obwohl es nicht mal meine Aussage war und ich nur zitiert hatte.

Es wurde darauf verwiesen, dass es für die Personen schlimmer sei, mit einem Geschlecht leben zu müssen, welches nicht ihrer Identität entspricht und sie folglich deswegen mit Depressionen und suizidalen Gedanken zu kämpfen hätten.
Eine führte ganz selbstsicher an, sie hätte einige Transsexuelle in ihrem Freundeskreis und von denen würde keiner seine Entscheidung bereuen. Laut ihrem Profilbild hätte ich diese Dame Anfang 20 geschätzt. Ich meinte nur, wir reden in ein paar Jahren nochmals darüber…

Es heißt, wenn eine Operation erfolgt sei, wären diese Menschen überglücklich und leben fortan glücklich und zufrieden bis zum Ende ihrer Tage.

Schön wär’s! Dem ist jedoch eben oft nicht so. Folgender Artikel fiel mir in die Hände:

REUE NACH GESCHLECHTSUMWANDLUNG

Immer mehr Transgender wollen ihr ursprüngliches Geschlecht zurück

Zoom

Miroslav Djordjevic ist einer der weltweit führenden Chirurgen für Genitalrekonstruktionen. Er stellt fest, dass die Anzahl jener, die eine Geschlechtsumwandlung vollzogen haben und diese mittlerweile bereuen, massiv zunimmt. Aus Gründen der politischen Korrektheit sei davon jedoch wenig in der Öffentlichkeit zu hören.

ganzer Artikel: Immer mehr Transgender wollen ihr ursprüngliches Geschlecht zurück | jesus.ch

Dieser Artikel war nun für mich ausschlaggebend, mich mal wieder mit der Thematik zu befassen.

Wie wird ein Mensch glücklich?

Die Frage kann einem jeder Therapeut beantworten: Wenn man mit sich und seinem Leben im Reinen ist.

Demzufolge bräuchte jeder, der sich unsicher wegen seinem Geschlecht ist, erst einmal umfassend psychologische Hilfe um zu erkennen, wer er ist und wie man mit seinem Leben zufrieden werden kann! Denn… Nur weil ein Geschlechtsteil und ein paar Hormone verändert worden sind, ist man danach nicht automatisch ein neuer Mensch! Der Mensch ist derselbe, das Hirn ist dasselbe und auch die Probleme mit einem selbst bleiben dieselben!
Die Probleme können nach erfolgreicher Operation vielleicht erstmal vermindert bis zeitweise ganz verschwunden sein. Solange die Probleme jedoch nicht verarbeitet wurden, kommen diese wieder, irgendwann und dann ziemlich wahrscheinlich umso heftiger. Dann merkt man, dass eine Geschlechtsumwandlung eben nicht die Lösung aller Probleme war. Beziehungsweise, dass dadurch die Probleme vielleicht sogar noch größer geworden sind. Denn die Folgen sind nicht zu unterschätzen, wie etwa Unfruchtbarkeit und lebenslange Hormonbehandlung.

Es wie wenn man ein tolles Geschenk bekommen hat: Man freut sich total, fühlt sich überglücklich dieses eine Teil endlich zu besitzen und nach kurzer Zeit verliert es seinen Reiz oder wird langweilig.

Das steht übrigens nirgends (wäre mir mal nichts bekannt), das sagt mir meine Laienpsychologie und mein natürlicher Hausverstand und ja, auch mein christlich- biblisches Menschenbild. In der Bibel werden die menschlichen Verhaltensweisen oft sehr genau beschrieben und ich kann euch eins sagen: Der Mensch war schon immer gleich und auch die Probleme waren schon immer dieselben. Nur die Möglichkeiten, die der Mensch durch Forschung und Entwicklung hat, haben sich verändert (ich sage nicht verbessert).

Was ich jedoch erst vor kurzem aus einer Diskussion bei Twitter entnehmen konnte, sind solche Psychologen gar nicht erwünscht, die an die Wurzel des Problems vordringen wollen. Es werden Psychologen bevorzugt, die Menschen mit „unklarer Geschlechteridentität“ nach dem Mund reden. Die ihnen sagen, mit ihnen sei alles in Ordnung und sie sind gut, so wie sie sind. Denn das will gehört werden: So wie du dich fühlst, das bist du. Gefühle werden über alles erhoben. Leider sind Gefühle recht wankelmütig und können täuschen.
Psychologen, die auf rein medizinisch, biologischer Schiene agieren und mit medizinischen Diagnosen aufwarten sind gleich unten durch… Wie wir wissen, halten Menschen mit dieser „Ideologie“ nicht viel vom biologischen Geschlechterbeweis. Wer so argumentiert ist gleich unten durch. Wissenschaft und Biologie wird als irrelevant dargestellt.
Stattdessen gibt es Pseudowissenschaften wie die Genderwissenschaften, die jedoch schon zigmal widerlegt wurden und trotzdem immer noch weiterforschen dürfen, mit staatlich finanzieller und medialer Unterstützung.

Die Erfolgsgeschichten

Es gibt bestimmt Menschen die glücklich bis zum Ende ihrer Tage sind, nachdem sie sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen haben. Schön für sie!
Die Tage kam auf Servus TV ein Beitrag, in dem es über Zwillinge ging und bei einem weiblichen Zwillingspärchen hat sich Eine, für ein Dasein als Mann entschieden und war glücklich! 
Aber bitte liebe Liebhaber der Transsexualität und Transmenschen: Hört auf diese Erfolgsgeschichten zu glorifizieren und Gegenmeinungen abzuschmettern! Es gibt nicht immer DIE EINE LÖSUNG! Was für den einen eine Lösung sein kann, wird dem anderen unter Umständen zum Verhängnis. Vor allem dann, wenn Gegenmeinungen oder Gegenansichten nicht geduldet werden und der oder die Betroffene in ihrem Umfeld gar nicht die Möglichkeit hat, ihr Leiden beim Namen nennen zu können. Denn man hält sich meistens unter Gleichgesinnten auf, das ist im Grunde ein rein natürlicher Selbstschutz Trieb.

Wie sage ich immer so schön: Alles was der Mensch künstlich erschafft, kann ihm irgendwann zum Nachteil werden.

Ach ja… Wer auch solche „tollen“ Diskussionen führen will: Die bekommt man wirklich nur auf Twitter! Wer meint, dass Facebook schon krass sei… Nein! Facebook ist dagegen Kindergarten… Einfach die richtigen Hashtags setzen oder nach den richtigen Hashtags suchen und dann kommentieren, schon ist man mittendrin… Gut, mittlerweile sind viele relativ schnell beim blocken, sobald man eine andere Meinung als die ihre vertritt. Sprich, Gegenmeinungen wollen zumeist erst gar nicht angehört werden. Da erkennt man eigentlich schon die Einseitigkeit in der „Debatte“, wenn man es überhaupt noch Debatte nennen kann. 


* Leider kann ich die nicht anführen, weil ich nicht mehr weiß woher ich die Statistik  bezog. Falls jemand die Statistik parat haben sollte, bitte im Kommentarfeld verlinken. Danke!

 

14 Gedanken zu „Sind Menschen mit geschlechtsangleichenden Operationen danach wirklich glücklicher?

  1. Mal wieder ein superinteressantes Thema, und wie immer muß ich sagen: sehr mutig!
    Ich stimme Dir in den meisten Ausführungen zu. Und wäre ich nicht eine Frau, wäre ich ein Kerl. Aber ich trinke zu wenig Bier um ein Mann zu sein, und trage zu wenig Röcke um eine Frau zu sein – was bin ich?
    Verdammt, ich bin glücklich. Aber nicht weil ich was abgeschnitten oder drangenäht habe, sondern weil ich und mein Herz zusammen eine Einheit sind. Leider kann mittlerweile jeder Depp übers Internet eine Ausbildung zum Heilpraktiker machen, und darf sich Psychologe nennen – echt gruslig!!!! (Vielleicht ein neues Thema für Dich?)

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  2. Du bist gut! 😁 Danke! So mutig finde ich mich gar nicht. Viele Themen behandle ich schon seit mehreren Jahren immer mal wieder. Die Resonanz war eigentlich, zumindest hier auf dem Blog, noch nie wirklich schlecht.
    Mit den Jahren kommt der Mut automatisch. Man muss es einfach tun!

    Ich werde mir deinen Vorschlag mal durch den Kopf gehen lassen! 😊

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  3. Warum beschäftigt dich dies Thema eigentlich? Wenn du nicht betroffen bist, kannst du es doch ruhen lassen. Es ist immer so, dass die Glücklichen nach einem Eingriff freudig ihr Leben leben. Nur die Unglücklich beschweren sich und auf jene berufst du dich. Ich finde das einfach borniert und überflüssig und an der Sache vorbei. Wenn du aggressiv bist – und das zeigt dein Statement – dann häng dir einen Boxsack ins Wohnzimmer und reagiere dich ab. Aber die Menschen doch um Gottes Willen in Ruhe .. LG PP

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    1. Warum ich mich mit diesem Thema beschäftige? Weil es mich interessiert. Punkt. Warum beschäftigen sie sich mit dem Thema? Sind sie davon betroffen? Falls ja, erzählen sie mir ihre Sicht der Dinge.

      Es gibt polarisierende Themen und Themen die den Menschen herzlich egal sind. Dieses Thema polarisiert. Vor allem, da eben immer nur die Glücklichen erwähnt werden. Sonst werden doch auch immer nur Minderheiten genannt und sich auf deren Schutz berufen und Lösungen generiert. Warum da nicht?

      Nur wenn umfassend erklärt und aufgeklärt wurde, kann man sich eine Meinung darüber bilden. Ich wirke nur mit im großen Ganzen.

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      1. Lass die Finger von Themen, die du nicht wirklich beurteilen kannst. Ich bin ein Mann und werde immer Mann bleiben, weil ich mich damit wohl fühle. Aber du hast trotzdem Recht: Was ich dir unterstelle, tue ich selbst: Ich mische mich in Dinge ein. Mein Fehler. Sorry. Lösch meine Beiträge einfach. War ein schwacher Moment von mir, dir zu posten. Mein Gedanke war einfach: Man sollte dies Thema den Betroffenen überlassen. Du kannst natürlich schreiben, was du möchtest. Sorry, Entschuldigung. Ich halt mich fortan raus. LG PP ❤

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  4. So eine Statistik sagt doch nichts aus. Vermutlich hätten sie auch ohne OP Selbstmord begangen. Es ist bestimmt sehr belastend, wenn das Gefühl und der Körper völlig unterschiedlich sind. Schon wenn nur mal die Ohren und die Augen unterschiedlich mit Informationen versorgt werden, ist einem zum Kotzen. Wenn nun nichts stimmt, die Wahrnehmung des Körpers, die Reaktion der Menschen mit denen man Kontakt hat usw. Bestimmt grausig. Wenn dann noch Spinner kommen und behaupten, dass ist alles Einbildung…..

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    1. Darum geht es hier nicht. Es geht darum, dass es wohl Menschen gibt, die ihre Geschlechtsumwandlung bereuen und wieder zurück möchten. Dies wird jedoch aufgrund politischer Korrektheit und weil man das Thema weiter positiv belegt sein soll, nicht erwähnt. Alles hat seine Schattenseiten! Nur positiv über solche Dinge sprechen ist genauso falsch, wie nur negativ darüber zu sprechen.

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      1. Also, erster Eintrag bei Google 🙂 thematisiert das. Es ist also nicht geheim. Die Anzahl ist doch minimal. Dieses immer mehr bezieht sich auf diesen Beitrag und ist doch verzerrt. Es steht, für den der mehr als die Überschrift lesen kann folgendes

        „Djordjevic ist der weltweit führende Chirurg für Geschlechtsumwandlungen an der Urologischen und Chirurgischen Klinik in Belgrad und New Yorks Mount Sinai Hospital.

        Er ist seit rund 20 Jahren in diesem Feld tätig und führt etwa 100 Operationen im Jahr durch. In den letzten fünf Jahren kamen 15 Patienten zu ihm, die ihre Geschlechtsumwandlung wieder rückgängig machen wollten.“

        Von den 2000 OP s in 5 Jahren haben sich 15 Patienten gemeldet. Das sind unter 1% . Das ist doch eine außergewöhnliche gute Erfolgsquote.

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